Ein Workshop in der Turnhalle? Auf jeden Fall. Und er hat gezeigt, wie kraftvoll ungewöhnliche Formate für Verwaltungsentwicklung sein können.

Im Rahmen des Leitbildprozesses der Stadtverwaltung Laupheim begleiten unsere Kolleginnen Susanne Schatzinger und Elena Chudoba die Organisation auf dem Weg zu einem gemeinsam getragenen Zukunftsbild. Das zentrale Anliegen: Mitarbeitende nicht nur informieren, sondern wirklich mitnehmen, einbinden und hörbar machen.

Für den Beteiligungsabend wurde bewusst die Turnhalle gewählt. Der Grund war pragmatisch: Die Einladung richtete sich an die gesamte Verwaltung und es brauchte einen Raum, der dieser Offenheit auch physisch gerecht wird.

Das Setting erwies sich als Glücksgriff. Die ungewohnte Umgebung schuf eine lockere, offene Atmosphäre, die Hierarchien in den Hintergrund treten ließ und den Austausch auf Augenhöhe förderte. Die Teilnehmenden brachten vielfältige Perspektiven ein, diskutierten Projektideen und Visionen und formulierten ihre Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Verwaltung.

Ziel des Prozesses ist ein Leitbild, das nicht „von oben“ vorgegeben wird, sondern gemeinschaftlich entsteht. Ein Leitbild, das Orientierung gibt, klare Verantwortlichkeiten benennt und echte Identifikation ermöglicht. Gerade in Zeiten des Wandels ist ein solches gemeinsames Verständnis von Richtung und Haltung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, wie groß das Interesse und die Bereitschaft zur Mitgestaltung innerhalb der Stadtverwaltung Laupheim sind. Wenn Mitarbeitende ihre Perspektiven einbringen können und erleben, dass diese ernst genommen werden, entsteht mehr als ein Strategiepapier. Es entsteht gemeinsames Commitment.

Leitbildprozesse sind keine reinen Kommunikationsprojekte. Sie sind Change-Prozesse, die Haltung, Kultur und Zusammenarbeit betreffen. Ein offenes Format, ein mutiges Setting und echte Beteiligung sind dabei zentrale Bausteine.