Digitale Stadtentwicklung lebt vom Austausch, vom gemeinsamen Lernen und vom klaren Willen zur Umsetzung. Genau dafür bot die 23. Städtenetzkonferenz im Gesellschaftshaus Magdeburg den passenden Rahmen. Zahlreiche Akteur:innen aus Sachsen-Anhalt kamen zusammen, um über Smart-City-Ansätze, digitale Stadtentwicklung und die landesweite Initiative Smart Cities / Smart Region zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Frage: Wie gelingt es, vorhandene digitale Lösungen konsequent in die Fläche zu bringen und nachhaltig wirksam zu machen?

Die Konferenz markierte zugleich den Abschluss der zweiten Arbeitsphase in den Unterarbeitsgruppen (UAGs) der SALEG – der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft mbH. In diesen Arbeitsgruppen wurden in den vergangenen Monaten strategische Grundlagen erarbeitet, Erfahrungen ausgetauscht und konkrete Lösungsansätze diskutiert.

Philipp Brandt und Dorothée Manière begleiteten die UAGs bereits seit einiger Zeit fachlich wie strategisch – gemeinsam mit dem DKSR (Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen). Auf der Bühne berichtete Dorothée Manière gemeinsam mit René Schernikau von der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck über die praktische Arbeit der UAGs und teilte konkrete Erfahrungen rund um das Thema „Stadtentwicklung digital neu denken“.

Deutlich wurde dabei: Digitale Lösungen sind vorhanden. Plattformen, Dateninfrastrukturen und Tools existieren bereits. Die entscheidende Herausforderung liegt nun in ihrer konsequenten Umsetzung, ihrer Verbreitung und im strukturierten Zusammenspiel zwischen Land und Kommunen.

Die Beiträge aus Praxis und Landespolitik machten klar, dass erfolgreiche Digitalisierung mehr erfordert als technische Innovation. Es braucht klare Zielbilder, eine offene Fehlerkultur und eine gemeinsame Verantwortung über Verwaltungsebenen hinweg. Auch die Landesministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, betonte die Bedeutung strategischer Orientierung und kooperativer Steuerung für den weiteren Weg.

Die Arbeitsstände der UAGs bilden nun die Grundlage für den Übergang in die Konzeptions- und Umsetzungsphase. In diesem nächsten Schritt sollen erste Pilotprojekte entwickelt und gestartet werden.

Die Städtenetzkonferenz hat erneut gezeigt: Netzwerke sind dann wirksam, wenn sie auf Umsetzung ausgerichtet sind. Digitale Stadtentwicklung entsteht nicht allein durch Strategiepapier und Förderprogramme, sondern durch partnerschaftliche Zusammenarbeit, klare Prioritäten und den Mut, Pilotprojekte in die Praxis zu bringen.